Der Musiksaal ist das Prunkstück des Tutzinger Schlosses. Hier finden die Großveranstaltungen statt: etwa der Jahresempfang der Akademie oder Tagungen von internationalem Rang. Darüber hinaus bietet der Raum mit seiner Bühne einen würdigen Rahmen zur Verleihung des renommierten Toleranzpreises, des in der Literaturszene viel beachteten Marie Luise Kaschnitz-Preises und des Phoenix-Kulturpreises.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts diente der Saal den früheren Schlossbesitzern als Gartenmenagerie und als Palmengarten, in dem subtropische und südländische Pflanzen gezüchtet wurden. 1921 erwarb der geniale Kunsthändler Marczell von Nemes das Schloss. Unter seiner Leitung wurde die ehemalige Gartenmenagerie zu dem heutigen Festsaal umgebaut. Die schmiedeeiserne Eingangstür ließ der Kunstliebhaber 1921 anfertigen. Ein Jahr später wurde die Kassettendecke (1922) nach italienischem Vorbild hinzugefügt. Den Renaissance-Kamin (17. Jh.) importierte von Nemes aus Frankreich.

Seit April 2018 ist ein Gemälde von Königin Therese von Bayern (1792-1854) der „neue Blickfang“ des Musiksaals. Dabei handelt es sich um ein Bild, das dem berühmten Gemälde von Joseph Karl Stieler (1781-1858) – „Königin Therese im Krönungsornat“ – nachempfunden ist. Das Original wurde 1826 gemalt und 1827 durch König Ludwig I. vom Künstler erworben. Es befindet sich heute im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Während das in der Akademie zu bestaunende Gemälde neu ist, stammt der Rahmen aus dem 19. Jahrhundert. Er wurde von dem Restaurator Christian Götz in Stand gesetzt.

 

 

DETAILS
GRÖSSE: 225 m²
BESTUHLUNG: variable Bestuhlung möglich, maximal 220 Personen
AUSSTATTUNG:
oberitalienische Kassettendecke, Renaissancekamin, Internet (WLAN), versenkbarer Beamer
NUTZUNG:
Konzerte, Konferenzen, Empfänge